Nordlichter - Polarlichter - Aurora borealis

Auf den folgenden Seiten möchte ich gerne erklären, was sich hinter dem Phänomen des Polarlichtes verbirgt, wo und wann man es am besten beobachten kann und wie man es fotografiert.

Nordlichter und Südlichter, zusammengefasst unter dem Namen "Polarlichter", gehören unzweifelhaft zu den faszinierendsten Naturerscheinungen, die es auf unserem Planeten gibt. Am Nachthimmel der polnahen Breitengrade tanzen in klaren Winternächten grünliche Lichter vor den Sternen, spannen sich wie ein überdimensionaler Regenbogen von Ost nach West. Nie sind sie gleich, ihre Formen und Ausprägungen so unterschiedlich und vielfältig, wie etwa Wolken es sein können.

Mehrfarbiges Nordlicht in Island

Mal stehen Polarlichter still wie eine schwach beleuchtete, farblose Nebelwolke, mal bleibt der Nachthimmel einfach schwarz. An anderen Tagen aber weicht die Dunkelheit einem Feuerwerk aus Licht. Dann spannen sich mehrere Nordlichtbänder quer über das Firmament. Eines nimmt stetig an Helligkeit zu und bildet einen leuchtsterngrünen Saum aus. Wie Lichtsäulen im Nebel reihen sich klar abgegrenzte grünliche Streifen aneinander und bewegen sich schubartig pulsierend über den Himmel fort. Gelb mischt sich in das pastellfarbene Grün, welches für nur wenige Augenblicke mit violetten Säumen geschmückt ist. Plötzlich ist der ganze Himmel in Bewegung und springen Flammen aus durchsichtigen Farben über das Firmament, wie der Pulsschlag des Himmels unter den Sternen. Es ist ein atemberaubendes Erlebnis, das jeden prägt, der noch Wunder empfinden kann.

Nordlichter über Jökulsárlón, Island